Kategorie: Stories

Allgäuer Bergkäse von jamei Laibspeis‘

Mit den Jungs von jamei Laibspeis, den Käseveredlern aus dem Allgäu, verbindet uns viel mehr, als man vermuten würde. Genauso wie bei unserer Suche nach den besten Kaffeeproduzenten und Rohkaffees der Welt geht es bei Thomas Breckle und Martin Rößle von jamei um das Aufspüren der besten jungen Rohmilchkäse-Laibe in den Allgäuer Alpen, um sie mit viel Erfahrung und Handwerkskunst zu Käse-Raritäten zu veredeln.

Martin Rößle (l.) auf dem Hamburger Isemarkt

Im Naturlager, einem alten Klostergewölbe 100 Meter unter der Erde, reifen die jungen Laibe bei hoher Luftfeuchtigkeit und 10°Grad. Einmal pro Woche werden sie aus den Fichtenholz-Regalen geholt und geschmiert. Richtig spannend wird es, wenn sich nach 17 bis 20 Monaten wunderbare Kristalle im Käse bilden. Manch ein Käse lagert sogar mehrere Jahre. Der Aufwand und die Zeit lohnen sich. Die jamei Laibe zählen zu den Besten, was Thomas und Martin die Auszeichnung als „Hartkäse-Affineure“ einbrachte, der höchsten Auszeichnung ihres Fachs.

Neben einem eigenen Hofladen in Kempten verkaufen sie ihre Produkte auf Wochenmärkten in Freiburg, Murnau und sogar in Hamburg. Glück für uns! Denn so kommen wir und unsere Gäste in den Genuss des wunderbaren Allgäuer Rohmilch Bergkäses, den Thomas und Martin alle zwei Wochen in der Schanze vorbeibringen. Ganze 2 Laibe sind das jedes Mal! Ja mei, der Käse schmeckt einfach gut!

Thomas Breckle bringt uns Käse vorbei

Falls ihr jamei in Hamburg besuchen wollt, könnt ihr dies donnerstags am Turmweg, freitags auf dem Isemarkt und samstags in Groß Flottbek. Die genauen Daten findet ihr hier. Einfach nach der roten Gondel Ausschau halten … und bestellt viele Grüße vom elbgold!

Mit Annika und Thomas unterwegs in Äthiopien

Konjo Buna bedeutet „guter Kaffee“ auf Amharic, der Landessprache Äthiopiens. Nur, was ist das: „guter Kaffee“?

Ich liebe die elbgold-Kaffees! Den Flat White habe ich zuerst für mich entdeckt, später dann den puren Espresso. Heute schäme ich mich dafür, dass ich nicht einmal ernsthaft darüber nachgedacht habe, was tatsächlich hinter diesem Kaffee steckt! Durch „Eating with Africa“ bekam ich die Chance, das zu ändern.

Ich treffe mich mit Annika und Thomas mitten in Äthiopien. Genauer gesagt in einem der besten Kaffee-Anbaugebiete des Landes: in Yirgacheffe, im Dorf Aricha auf 2000m, rund vierzehn Autostunden von Addis Abeba entfernt. Von hier bezieht elbgold einige seiner Specialty Coffees.

Die Kaffeepflanzen haben hier die perfekten Bedingungen: Sie wachsen hauptsächlich zwischen Ensete-, sogenannten falschen Bananen-Bäumen, die ihnen viel Schatten spenden. Die Temperaturen fallen nur selten unter 5°C und der Aricha River versorgt das Dorf mit frischem Wasser.

Es ist 8 Uhr morgens auf der Adorsi Washing Station. Die meisten Einwohner von Aricha leben vom Kaffeeanbau und der -aufbereitung. Nach und nach trudeln die Männer und Frauen ein, versammeln sich und beginnen zu singen und zu tanzen. Sie klatschen und stampfen rhythmisch, werfen ihre Hände in den Himmel und schließen die Augen oder wenden den Blick nach oben, Richtung Gott. Viele geraten dabei fast in Trance.

Dreimal am Tag wird Kaffee getrunken. Ich würde behaupten, dass genauso oft auch gebetet wird. Ein wenig fehl am Platz nicken wir zum Rhythmus der kreischenden Stimmen. „Das ist ihre Art, den Tag gut zu beginnen und sich zu motivieren“, erklärt uns Adham Yonis, dessen Familie die Washing Station gehört. „Wir unterstützen das sehr, weil es die Menschen glücklich macht“, fügt er hinzu. Und Glück ist die letzte und wichtigste „Zutat“ für einen guten Kaffee.

Annika, Adham und Thomas

Um an guten Kaffee zu kommen, muss man theoretisch nicht auf andere Kontinente reisen. Dafür gibt es Telefone, Computer, Container und Kaffeeproben, die man sich nach Deutschland bestellen kann. Wir wissen, dass dieser Kaffee zu den Hochwertigsten der Welt gehört. Wieso sich also die Mühe machen und hierher reisen? In ein Dorf, in dem es kein fließendes Wasser gibt und Strom nur abends mit Generator?

Weil es bei elbgold immer um die Menschen hinter dem Kaffee geht. Annika und Thomas wollen etwas bewegen! Und mit dem Direkthandel hochwertiger Kaffees können sie genau das tun. Je mehr Kaffee sie verkaufen, desto mehr Positives können sie in den Anbaugebieten bewirken und darum dreht es sich für die beiden Hamburger.

In Südamerika lässt sich ziemlich genau nachvollziehen, wie viel Geld direkt vor Ort bei den Bauern ankommt, da elbgold direkt mit den Kaffeeproduzenten verhandeln kann. Hier in Äthiopien ist es anders: Die Washing Station kauft den Kaffeebauern die Kaffeekirschen ab, bereitet diese sorgsam auf, um sie dann weiterzuverkaufen. Umso wichtiger ist es, vor Ort zu sein, um eben beurteilen zu können, ob die Menschen hier vom Kaffeeanbau wirklich leben können, was die Washing Station für die Dorfgemeinschaft tut, ob faire Einkaufspreise bezahlt werden und was die Farmer brauchen, damit es ihnen gut geht. Wir verbringen zusammen ein paar Tage in Aricha, um uns umzusehen, zu beobachten und mit den Dorfbewohnern zu sprechen.

Einer davon ist der 40-jährige Abraham Gebeyehu mit seiner Frau Aynalem, 35. Abraham ist Kaffeefarmer, wie schon sein Vater, sein Großvater und sein Urgroßvater. Miete muss er für sein Haus und Grundstück nicht bezahlen, beides ist Familienbesitz. Die kleine Lehmhütte hat zwei Schlafzimmer, zwei Betten und ein großes Esszimmer, das hauptsächlich für die täglichen Kaffeezeremonien genutzt wird. Hier lebt das Paar mit seinen sechs Kindern.

Die Küche ist draußen. Hier kochen wir zusammen. Es ist Weihnachten und zur Feier des Tages wird ein Huhn geschlachtet. Das „Doro“ wird über mehrere Stunden mit Chilli und weiteren Gewürzen gekocht. Dazu gibt es Qoncho, fermentiertes „falsches Bananenbrot“.


Die Familie verfügt über eine mit Solarstrom betriebene Taschenlampe für abends, hat aber kein fließendes Wasser. Dafür gibt es den Fluss mit sauberem Wasser aus den Bergen. Viele ihrer Nahrungsmittel baut die Familie selbst an. Was sie nicht anpflanzen können, wird auf dem Markt gekauft. Das Haupteinkommen liefern die 1500 Kaffeebäume, die hinter ihrem Haus wachsen. Während der Kaffeeernte von Oktober bis November hilft die ganze Familie.

Zudem arbeiten Abraham und Aynalem noch auf der Washing Station und verdienen so auch an der Verarbeitung ihres Kaffees mit – wie die meisten der Dorfbewohner.

Die Familie Yonis hat die Aufbereitungsanlage erst vor ein paar Monaten übernommen und bereits große Pläne, um die Qualität der Kaffees noch weiter zu verbessern sowie die Lebensqualität der Dorfbewohner. Schon jetzt zahlen sie bessere Löhne sowie höhere Preise für die Kaffeekirschen als die benachbarten Washing Stations. Gerade wurde der Grundstein für eine neue Schule in Aricha gelegt. Als nächstes soll das Dorf Strom bekommen, erzählt uns Adham Yonis.

Nach drei Tagen ohne fließend Wasser und Strom fahren wir wieder zurück nach Addis Abeba. Hier wird der aufbereitete Kaffee bis zur Verschiffung gelagert. Wir sind im Cupping Lab verabredet, um die frische Ernte zu verkosten. Vor uns liegen vierzehn Kaffees auf dem Tisch: Naturals und Washed Coffees.

Weil mir keiner der beiden Begriffe etwas sagte, hier eine kurzer Schnellkurs für alle, denen es ähnlich geht: Beim Washed Coffee werden die guten Kirschen in einem Waschvorgang von den schlechten getrennt, danach wird das Fruchtfleisch komplett entfernt und der Kaffee fermentiert. Anschließend werden die Bohnen getrocknet. Bei diesem Verfahren hat man mehr Kontrolle über die Qualität und dadurch auch über den Geschmack. Das Ergebnis ist ein strahlender, sauberer Kaffee mit all seinen wunderbaren Aromen.

Bei den Naturals werden die Kirschen als Ganzes bis zu 23 Tage lang auf African Beds in der Sonne getrocknet. Täglich werden sie von Hand gewendet und bewegt, damit die Bohnen in den Kirschen nicht zu sehr fermentieren. Nach dem Trocknen wird das Fruchtfleisch von der Bohne entfernt. Bei dieser Vorgehensweise kann man das Aroma des Kaffees, anders als bei der gewaschenen Aufbereitung, weniger direkt kontrollieren. Am Ende schmeckt der Kaffee fruchtiger und durch den Zucker im Fruchtfleisch süßer, es kann aber auch zu einem leicht fermentierten Nachgeschmack kommen. In Deutschland sind diese Kaffees eher etwas für Liebhaber, hier in Äthiopien werden sie auch von den Einheimischen getrunken. Der Kaffee ist in beiden Fällen gut. Ob man ihn mag, ist eine Frage der Gewohnheit und „Erziehung“. Oder einfach Geschmacksache.

Mich erinnert der Kaffee eher an einen Earl Grey Tee mit Zitrone. Einige der Kaffees haben leichte Kirschnoten, andere schmecken nach Johannisbeere, Orange, Mandarine oder Jasmin. Etwas verwirrt von dieser Vielfalt lerne ich, dass eine Kaffeebohne über siebenhundert verschiedenen Aromen hat.


Für das Cupping werden alle Kaffees sehr hell geröstet. Umso deutlicher schmeckt man die einzelnen Nuancen heraus. Am Ende werden sämtliche Kaffees, die auf dem Tisch ausliegen, in verschiedenen Mengen bestellt. Insgesamt kommt fast ein ganzer Container mit einem Volumen von 19.200 kg zusammen. Thomas und Annika akzeptieren gleich den ersten Preisvorschlag von Adham. Nach einem Rabatt fragen sie nicht.

Im Sommer 2019 wird der Kaffee von der Adorsi Washing Station dann über die Theke der elbgold Cafés gehen – als gewaschener Filterkaffee „ARICHA“ mit Noten von Earl Grey, Jasmin und Papaya sowie als Natural Espresso „IDIDO“ mit Noten von Kakao, Rosine und Kirsche.

© elbgold

Als ich wieder zu Hause bin, kaufe ich einen gewaschenen Kaffee: 250 Gramm für rund 10,00€. Bevor ich ihn bezahle, drehe ich die Packung um und lese die Rückseite. Ich will wissen, wo der Kaffee herkommt und wohin mein Geld geht. Seit ich mein Kochbuch-Projekt „Eating with Africa“ begonnen habe, geht es mir immer öfter so. Ich will die Geschichten hinter dem Essen genauer kennen. Umso mehr freut es mich, dass ich mit elbgold reisen durfte. Weil Annika und Thomas sich nicht nur für den Geschmack von gutem Kaffee interessieren, sondern hauptsächlich für die Menschen. Und das ist das Wichtigste an einem guten Kaffee.

 

Fotos und Text von Maria Schiffer
Fotografin

 

Über Maria Schiffer:
Maria ist freie Reise-, Portrait- und Food-Fotografin und lebt in Berlin. Ihre Fotografien erscheinen in Magazinen wie „Der Feinschmecker“, „Merian“, „Stern“ oder „Der Spiegel“. Darüberhinaus reist sie für ihr Kochbuch-Projekt „Eating with Africa“ über den afrikanischen Kontinent, um mit Einheimischen zu kochen. Dabei portraitiert sie nicht nur die Gerichte verschiedener afrikanischer Länder, sondern auch die Menschen dahinter und gewährt Einblicke in ihren Alltag. Ihr könnt an der Entstehung dieses wunderbaren Kochbuches mitwirken, indem ihr „Eating with Africa“ hier unterstützt.

„elbgold Direct Trade“: Unsere Art des fairen und nachhaltigen Direkthandels

Schon lange, bevor es den Begriff in der Öffentlichkeit überhaupt gab, haben wir genau das bei uns im elbgold gemacht: Direct Trade! Doch was genau heißt das für uns?

Seit der Unternehmensgründung im Jahr 2004 begeben wir uns selbst auf die Suche nach den besten Kaffees und Kaffeefarmern der Welt. In regelmäßigen Abständen reisen wir dazu in die Ursprungsländer und probieren uns dabei durch unzählige Tassen Kaffee. Gewissermaßen unsere Form der Schatzsuche. Doch erst, wenn uns nicht nur der Kaffee, sondern uns auch die Anbaumethoden des Farmers in Bezug auf Umweltschutz und soziale Nachhaltigkeit überzeugen, sind wir fündig geworden. In solchen Fällen nehmen wir den Kaffee direkt beim Farmer ab – ohne Zwischenhändler, ohne ausländische Investoren. Nur so können wir sicherstellen, dass das Geld genau bei denjenigen Personen ankommt, die für die herausragende Kaffeequalität verantwortlich sind!

Faire Bezahlung

Wir richten uns nicht nach den Preisen der internationalen Kaffeebörsen. Der Preis eines jeweiligen Kaffees stand bei uns noch nie an erster Stelle, sondern dessen Qualität! Und schmeckt uns ein Kaffee, sind wir gern bereit, einen Aufpreis zu zahlen. Wir sind der Meinung, dass der Großteil der Qualität im Ursprung entsteht und das wollen wir honorieren – mit fairen Preisen. Und das ist bei uns der Preis, den der Farmer verlangt. Verhandlung – Fehlanzeige!

Langjährige Beziehungen

Mit vielen unsere Farmer arbeiten wir seit mehr als einem Jahrzehnt zusammen. Über die Jahre sind aus Bekannten wahre Freundschaften geworden und einige unserer engsten Freunde stellen wir euch hier auf unserer Website vor. Von unserer langen, vertrauensvollen Zusammenarbeit profitieren beide Seiten. So wissen unserer Farmer, dass Sie Ihre Ernte auch im kommenden Jahr zu einem guten Preis verkaufen können, aber auch wir können uns darauf verlassen, dass sich einige der besten Bohnen der Welt auch zukünftig wieder auf den Weg nach Hamburg machen.

Unser Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung

Nicht auf jeder Reise in die Kaffeeregionen dieser Welt finden wir Kaffeespezialitäten, die unseren Ansprüchen genügen. Was wir jedoch oft finden, ist eine ganze Menge Potential. Gerade in weniger entwickelten Regionen entlang des Kaffeegürtels fehlt den Farmern häufig die notwendige Infrastruktur, Erfahrung oder schlicht das Geld, um aus gutem Kaffee einen hervorragenden zu machen. Hier versuchen wir zu helfen! Gern teilen wir unser Wissen über Ernte-, Trocknungs- und Aufbereitungsmethoden vor Ort in kleinen Workshops mit den Farmern, sodass sich langfristig ihre Kaffeequalität und somit ihr Einkommen erhöht. Hilfe zur Selbsthilfe gewissermaßen. Aus unserer Sicht kann in den Kaffeeregionen nur eine nachhaltige Entwicklung stattfinden, wenn man die Farmer durch Wissenstransfer, konstante Abnahmemengen und faire Bezahlung dabei unterstützt, ihre vorhandenen Wirtschaftszweige zu stärken.

Bewusstsein wecken

Gern möchten wir unsere Eindrücke mit euch teilen. Vor allem aber möchten wir uns ganz herzlich bei euch bedanken! Danke dafür, dass ihr bewusst konsumiert und auf Qualität anstatt Quantität setzt. Danke dafür, dass ihr bereit seid, für außergewöhnliche Kaffees einen fairen Preis zu bezahlen. Wir haben gesehen, wie wir gemeinsam mit jeder verkauften Tasse Kaffee Gutes tun können. Dass ganze Familien und Gemeinden nicht länger nur Ihren Lebensunterhalt bestreiten können, sondern förmlich aufblühen. Dass Strukturen entstehen, die es auch der nächsten Generation ermöglichen, in ihrer Heimatregion zu bleiben. Bewusster Konsum und fairer Handel liegen uns allen am Herzen – und das wollen wir weitererzählen!

Bei Roberto Mata in Costa Rica

Wer einmal in Costa Rica war, der weiß, dass es gar nicht so einfach ist, eine bestimmte Adresse zu finden. Konkrete Straßen und Hausnummern sucht man oftmals vergeblich. Stattdessen werden markante Gebäude als Orientierungshilfe genutzt. So suche ich also ein Gebäude 400m nördlich der Kirche und 200m westlich des Sportplatzes mit einem grünen Zaun. Das Haus von Roberto Mata und seiner Familie zu finden gestaltet sich dann aber doch einfacher als gedacht. Denn jeder im Ort kennt ihn. „Roberto? Na klar weiß ich, wo er wohnt. Bloß weiter die Straße entlang bis zu dem Haus mit den zwei großen Palmen in der Einfahrt.“ So einfach ist das manchmal!

Die Familie Mata verbindet eine langjährige Freundschaft mit Annika, Thomas und gefühlt dem ganzen elbgold Team aus Hamburg. Denn viele von uns waren selbst schon vor Ort auf seiner Farm und konnten sich einen Eindruck davon verschaffen, wie viel Arbeit es bedeutet, bis sich die besten Bohnen auf den Weg nach Hamburg machen. Schon fast seit der Gründung von elbgold ist Roberto mit von der Partie und beliefert uns direkt mit seinen köstlichen Bohnen. Gern weiht er uns ein in die Geheimnisse seines unverwechselbaren Kaffees, und so mache auch ich mich auf den Weg, um mehr über den Anbau von Speciality Coffee zu lernen.

Bei meiner Ankunft Mitte Februar befindet sich die Ernte bereits in den letzten Zügen. In den Wochen zuvor wurden die Kaffeefelder bereits mehrmals nach reifen Bohnen durchsucht. Um eine hohe Kaffeequalität zu gewährleisten werden dabei stets nur die reifen Kaffeekirschen per Hand gepflückt. Die gelben oder gar noch grünen Kaffeekirschen dürfen also noch etwas reifen. Damit wirklich nur reife Kaffeekirschen ihren Weg in die Kaffeesäcke finden, beschäftigt Roberto seit Jahren die gleichen Erntehelfer und legt Wert auf gute Arbeitsbedingungen und einen familiären Umgang.

Mein erster Tag als Azubi auf der Farm beginnt früh! Um 5:00 Uhr klingelt mein Wecker und nachdem wir gemeinsam unseren ersten Kaffee getrunken haben, stehen wir auch schon am Pulper, als langsam die Sonne aufgeht. „Wir“ – das sind übrigens Roberto (Foto links) und sein Sohn Michael, Enkel Eric und ich. Schnell wird mir klar, dass die ganze Familie mit dem Kaffeefieber infiziert ist. Alle helfen mit und jeder möchte mir genau erklären, wie man den optimalen Geschmack aus jeder Bohne herauskitzeln kann.

Aber zunächst einmal heißt es Anpacken. Im ersten Arbeitsschritt des Tages werden die Kaffeebohnen von ihrer Kirsche getrennt und gewaschen. Dazu wurde eigens ein neuer Pulper installiert. Über Rohrsysteme werden die Kaffeekirschen zunächst durch mehrere Wasserbecken geleitet, bevor sie schließlich in eine Art Mühle gelangen, die durch schnelle Rotation das Fruchtfleisch entfernt. Um bei diesem Prozess möglichst wenig Wasser zu verbrauchen, fängt der Pulper das Wasser am Ende immer wieder auf und hält es so lang wie möglich in einem geschlossenen Kreislauf. Das Resultat dieses Arbeitsschritts sind zwei mittelgroße Berge: Auf der einen Seite liegt das Fruchtfleisch der Kaffeekirsche und auf der anderen die gewaschenen Kaffeebohnen.


Beides kann weiterverwertet werden. Während das Fruchtfleisch auf der Plantage als Dünger verwendet wird, beginnt für die Kaffeebohnen nun die heiße Phase. Und das ist wörtlich gemeint. Bis zu einer Woche werden die Bohnen nämlich zum Trocknen in die Sonne gelegt. Für Roberto, Michael, Eric und mich bedeutet dies, speziell in der Mittagshitze darauf zu achten, dass die Bohnen ständig gewendet werden. Sollten die Bohnen nämlich verbrennen oder ungleichmäßig trocknen, wirkt sich das natürlich erheblich auf den Geschmack des Kaffees aus. Und so verbringen wir knapp 10 Stunden des Tages damit, den Kaffee zu bewegen, bevor wir ihn abends mit Kaffeesäcken abdecken, um ihn vor Feuchtigkeit zu schützen.

Später am Abend nimmt mich Michael mit zu einer der drei Kaffeefelder der Familie, die sich alle unweit des Wohnhauses auf verschiedenen Höhen- und Hanglagen befinden. Während der Erntezeit sammelt er jeden Abend mit seinem 30 Jahre alten Chevrolet Truck die Tagesernte ein. Angekommen an der Farm begrüßt Michael alle Helfer persönlich. Wir wurden bereits erwartet, wie man unschwer an all den voll bepackten Kaffeesäcken erkennen kann.


In den letzten Tagen der Ernte wird besonders viel Kaffee gepflückt. Denn anders als in den Wochen zuvor werden nun sämtliche Bohnen gepflückt, die sich noch an der Pflanze befinden. „Die Säuberung der Kaffeepflanze“ nennt Michael das. Dies sei bereits der erste Schritt zur Pflege der Plantagen und zur Vorbereitung auf das kommende Erntejahr.

Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die besten Bohnen aber bereits im Rohkaffeelager von Roberto. Als wir zurück auf der Farm ankommen, ist es bereits dunkel und Roberto sitzt draußen auf der Veranda und bereitet einige Kaffeeproben vor. Ich setze mich zu ihm und helfe ihm, die grünen Bohnen in kleine 250 Gramm Tüten abzufüllen. Bei jeder Probe wird genau die Sorte, Höhenlage und der jeweilige Erntetag notiert. Als wir fertig sind, sagt er mir: „Die Proben gehen übrigens zu Thomas und Annika ins elbgold nach Hamburg. Mal schauen, für welchen Kaffee sie sich dieses Jahr entscheiden.“

Als ich nach einigen Tagen auf der Farm langsam meine Sachen zusammenpacke, sind die Vorbereitungen für das Erntedankfest bereits im vollem Gange. Jedes Jahr zum Ende der Ernte lädt Roberto alle Helfer und Freunde zu einem gemeinsamen Grillfest ein. Seine Frau Doris und Tochter Monica haben daher in den letzten Tagen viel Zeit in der Küche verbracht. Und wieder merkt man, Kaffeeanbau bei den Matas ist eine Familienangelegenheit.

Thomas und Annika haben sich übrigens auch in diesem Jahr wieder für einen Kaffee von Roberto entschieden. Costa Rica – Las Nubes kann ab sofort wieder frisch gebrüht in unseren elbgold Tassen genossen werden. Viel Spaß beim Probieren!

 

geschrieben von Marvin
Junior Business Development Manager

Toskanischer Bio-Wein von „Podere di Pomaio“

Während sich das Taxi über die schmale Straße in die toskanischen Berge hinaufschlängelt, steigt meine Vorfreude immer mehr. Gleich sind wir da: bei Iacopo und Marco Rossi vom Bio-Weingut „Podere di Pomaio“, dessen wunderbaren toskanischen Rosé und Rotwein wir bei uns im elbgold schon seit letztem Jahr genießen dürfen. Ich kenne die beiden Brüder noch nicht persönlich, aber Annika und Thomas waren schon zu Besuch auf dem Weingut, das 600 Meter hoch in den toskanischen Bergen bei Arezzo liegt. Daher freue ich mich sehr, Iacopo und Marco nun auch kennenzulernen und mehr über ihre Weine, den Anbau und die Weinherstellung zu erfahren.

Bei meiner Ankunft werde ich herzlich von Marco und Iacopo empfangen. Und die traumhafte Umgebung tut ihr Übriges – mit weitem Blick über die Chianti Region, eingerahmt von Weinbergen, alten Obstbäumen und den für die Toskana so typischen Zypressen. Einfach ein wunderschöner Ort, den die Familie hier geschaffen hat!

Denn in der Tat sah es hier nicht immer so aus. Die Region ist zwar für den Weinbau bekannt, doch nach dem zweiten Weltkrieg lag das Areal lange brach, bis die Rossis es 1991 kauften. Danach folgten zehn Jahre Umgestaltung.

Iacopo, der Ältere der beiden Brüder, studierte während dieser Zeit Weinbau und fing Anfang der 2000er mit der Planung des Weinbergs an. 2004 wurden die ersten Weinstöcke gepflanzt.

Heute, 2018, ist von den Anfängen nichts mehr zu sehen. Über 3 Hektar erstrecken sich die Sangiovese- und Merlot-Reben. Sangiovese macht mit 2,5 Hektar den Großteil aus. „Eine sehr edle und elegante Rebsorte“, erklärt mir Marco, der mich über den Weinberg führt. „Quasi der Arabica der Weinwelt“. Übrigens nicht die einzige Parallele zwischen Wein und Kaffee, wie wir an diesem Tag feststellen werden!

Wir stehen kurz vor der Lese. Und das sieht man den Trauben auch an. Mitte September wird ein Teil des Sangiovese geerntet, um Rosé für den nächsten Sommer zu produzieren. Ende September folgt dann die Ernte für die Rotweine, darunter auch Chianti Riserva, den wir bei uns im elbgold haben. Seit 2014 experimentiert Iacopo Rossi auch mit Natural Wine, dessen erster Jahrgang gerade auf den Markt gegangen ist.

Die toskanische Sonne ist zu dieser Jahreszeit noch stark. Um die 30 Grad sind es gerade, Mitte September. Iacopo und Marco hoffen, dass das Wetter so kurz vor der Lese nicht umschlägt, damit die Trauben noch schön viel Zucker entwickeln.

Da die Weine der Brüder Rossi Bio-zertifiziert sind, interessiert mich eine bestimmte Frage natürlich brennend: „Was unterscheidet ein Bio- von einem normalen Weingut?“

Marco: „Wir nennen uns ‚Green Winery‘. Das heißt, dass unsere Weine bio sind. Um zu gewährleisten, dass die Trauben gesund wachsen, verwenden wir ausschließlich natürliche Mittel, beispielsweise grünen Kompost. Außerdem lassen wir das Gras auf dem Weinberg bis zum Juni eines jeden Jahres hoch wachsen. So dient es als natürliche Barriere zwischen den Weinstöcken. Die Trauben selbst schützen wir nur von außen, beispielsweise durch natürliche Bakterien und Propolis. Entscheidend für hochwertige Bio-Weine sind das richtige Klima und der Boden, in unserem Fall eine steinreiche und dadurch sehr mineralische Erde. Und das hat Iacopo schon bei der Planung des Weinbergs berücksichtigt.

‚Green‘ bedeutet für uns darüberhinaus nicht nur bio, sondern auch nachhaltig. Wir arbeiten nach dem Credo ‚Re-Duce, Re-Cycle, Re-Use, Re-Think‘. Das beinhaltet auch nachhaltige Verpackungen, Solaranlagen sowie den Bau eines Niedrigenergiehauses. Die Steine aus dem Weinberg haben wir zum Bau des Weinkellers verwendet. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern sorgt auch für ein natürliches Raumklima. Wir möchten unser Weingut gut vorbereitet an die nächste Generation weitergeben.“

Wir machen uns auf den Weg zum gerade erwähnten Weinkeller. Hier lagern Chianti, Rosé, Merlot, Natural sowie einige Raritäten, die in Barrique-Fässern veredelt werden. Mit 15.000 Flaschen im Jahr ist „Podere di Pomaio“ ein eher kleines Weingut. Abgefüllt wird direkt im Weinkeller, um die Qualität zu gewährleisten.

Natürlich verkosten wir an diesem Tag auch ein paar Weine. Dafür hat Marco drei unterschiedliche Rotweine ausgewählt, die wir nacheinander probieren. Marco kümmert sich im Familienbetrieb nicht nur um Marketingfragen, sondern kann als gelernter Sommelier auch viel zum Thema Sensorik vermitteln.

Der erste Wein, den wir verkosten, ist der erste Jahrgang des bereits erwähnten Natural Wines. „Man kann Wein bis zu 350 Stoffe hinzufügen. Die Idee von Natural Wine ist jedoch, so wenig Zusatzstoffe wie möglich und so viel wie nötig hinzuzufügen. Und das sind im besten Fall nur ein bis zwei Stoffe!“, erzählt Marco. „Bei unserem Natural ‚Pomaio origini‘ fügen wir nur geringe Mengen an Schwefel zu, sonst nichts.“

Der Natural riecht und schmeckt nach spritzigen Himbeeren und hat eine präsente Säure. Auf den ersten Schluck etwas unangepasster als man es von einem klassischen Rotwein kennt. „Bei dieser Art von Wein liegt der Fokus auf Fruchtsäure und Mineralität. Eigentlich wie beim Specialty & Third Wave Coffee. Der ist ja auch fruchtbetonter und dadurch für manch einen ungewohnter.“

Der zweite Wein, den wir verkosten, ist der „Chianti D.O.C.G. Riserva“, den wir auch im elbgold ausschenken. Ein Cuvée aus 90% Sangiovese und 10% Merlot, welcher zwei Jahre lang gelagert wurde. Ich schmecke mehr Körper und schöne Brombeernoten. Marco stimmt mir zu und ergänzt Schokolade. Stimmt! Mein Sensorik-Training durch die zahlreichen Cuppings im elbgold macht sich also auch beim Thema Wein bemerkbar!

Marco schenkt uns den dritten und letzten Rotwein unserer Verkostung ein. Dieser trägt den Namen „Porsenna“ und wurde unter anderem ein Jahr lang im Barrique-Fass aus Kastanienholz gelagert. Er riecht und schmeckt nach Trockenpflaumen. Die Tanine dieses Weins fordern binnen Sekunden einen Gegenpart, denn sie legen den Mund quasi trocken. Iacopo schwärmt von einem Schmorrgericht, das toll passen würde. Zum Glück haben wir zum Wein eine leckere Auswahl an Käse, Schinken und Brot auf dem Tisch – alles regionale Spezialitäten.

Mit der Weinverkostung endet mein Tag auf dem Weingut. Ein Tag, an dem ich so viel Neues gelernt habe und der definitiv meine Begeisterung für Weine geweckt hat. Falls euch das Thema auch interessiert: „Podere di Pomaio“ bietet auch private Weintouren an. Mehr Infos gibt es auf ihrer Website. Grazie mille, Iacopo und Marco, für eure Gastfreundschaft und das tolle (Geschmacks)erlebnis! Wir sind auf die neue Ernte gespannt!

 

geschrieben von Rike
Social Media Managerin

Als Judge beim „Cup of Excellence Rwanda 2018“

Wenn man in Kigali aus dem Flugzeug steigt, dann merkt man sofort, dass man am anderen Ende der Welt angekommen ist. Als erstes riecht man es. Eine leichte Note von verbranntem Holz ist in Kigali immer wahrzunehmen. Als nächstes fühlt man es auf der Haut. Die Luft ist warm und weich. Hier vibriert der Boden. Vielleicht merkt man es dann auch noch im Flughafengebäude, denn alles wirbelt hier ein bisschen mehr durcheinander, hat seinen eigenen Rhythmus. Einen sehr besonderen, der einen einfach mitnimmt, raus aus dem Flughafen, rein ins Auto und ab in den Straßenverkehr, in dem ich persönlich mich nicht trauen würde, ein Lenkrad in die Hand zu nehmen.

In der Regel fährt man hier zwar auch rechts, aber was ist schon die Regel? Als Taxen nutzen die Ruander Roller und Motorbikes statt Autos. Die Fahrer finden ihre eigenen Wege, überholen Autos rechts und links, biegen nach links ab, obwohl sie sich rechts eines Autos befinden oder ziehen über alle Spuren, um im Kreisverkehr von ganz innen nach ganz außen zu kommen. Das Fahrverhalten scheint aber auch niemanden zu stören – es wird eben etwas mehr gehupt, um sich bemerkbar zu machen.

Dass in Ruanda alles seinen eigenen Gang hat, merke ich immer dann, wenn es um Zeiten und Distanzen geht. Das wird hier nicht ganz so genau genommen. Da dauert eine Autofahrt, die für zweieinhalb Stunden angesetzt war, dann eben mal vier. Dafür gibt es aber auch jede Menge zu sehen. Vor allem das immer bunte Treiben auf den Straßen, aber auch die vielen Berge Ruandas, die Kaffee-, Tee- und Reisplantagen und wunderschöne Sonnenuntergänge.

Aber in erster Linie gibt es für mich auf dieser Reise jede Menge Kaffee zu verkosten und zwar die besten, die dieses Land zu bieten hat! Als Jurorin in der internationalen Jury des „Cup of Excellence Rwanda“ darf ich die 40 besten Kaffees des Landes probieren und bewerten.

Der Cup of Excellence findet jedes Jahr in einigen Kaffee produzierenden Ländern statt und jeder Produzent darf seinen Kaffee einreichen. Dieses Jahr wurden über 380 verschiedenen Kaffees eingereicht und dann zunächst von einer nationalen Jury verkostet und bewertet, die schließlich die besten vierzig für die internationale Jury auswählt. Ein Kaffee muss mit mindestens 86 von 100 Punkten bewertet werden, um den Titel Cup of Excellence zu bekommen und innerhalb aller Gewinner wird dann nach Punkten die Rangfolge festgelegt.

Der erste Tag beginnt mit einigen Übungen zur Kalibrierung der Jury, die dieses Jahr in Ruanda aus Kaffee-Experten aus England, den USA, Frankreich, Italien, Costa Rica, Burundi, China, Japan, Südkorea, Australien, El Salvador und mir aus Deutschland besteht.

Am zweiten Tag schlürfen wir uns dann in vier Runden durch die Top 40, um am dritten Tag nochmals alle Kaffees zu testen, die es über 86 Punkte geschafft haben. Am vierten und finalen Tag verbringen wir den Vormittag damit, die Top 10 festzulegen, um abends bei der Zeremonie die Gewinner zu beglückwünschen.

Die Kaffees im Wettbewerb sind süß, fruchtig und floral. Wir finden vor allem Noten von Orange, roten Beeren, Honig, Karamell, Nougat, Hibiskus und Jasmin.

Im Rahmenprogramm des CoEs geht es darum, das Land und die Menschen, die hinter dem Kaffee stehen, kennenzulernen. Dazu werden wir zu einem Barbecue in eine wunderschöne Location eingeladen, hören Vorträge über die Entwicklung des Kaffeesektors und besuchen eine Ausstellung, die gerade in Kigali stattfindet.

Am Tag nach der Abschlusszeremonie werden wir zu einer Washing Station nach Huye Mountain im Süden Ruandas eingeladen. Für mich ein sehr besonderer Tag, da wir von dort bereits zweimal Kaffee gekauft haben, den ich sehr mochte. Nun habe ich die Chance, den Ort und die Menschen dahinter kennenzulernen.

In Huye werden wir sehr herzlich empfangen und bekommen eine große Tour über einige der Kaffeeplantagen. Dafür geht es hoch hinaus und als Highlight rösten wir gemeinsam Kaffee auf traditionelle Art in einer großen Schale über offenem Feuer … und genießen dazu die wunderbare Aussicht über die Plantagen.

Wieder angekommen bei der Washing Station dürfen wir uns dann durch einige leckere Kaffees schlürfen, bevor wir wieder nach Kigali aufbrechen.

An meinem letzten Tag in Ruanda treffe ich mich mit einigen Leuten von der Rwanda Trading Company, die einen großen Teil des Kaffee Exports in Ruanda übernehmen. Wir besuchen gemeinsam die Washing Station in Tumba, im Norden des Landes, die sich in 1800 m Höhe befindet. Als wir nach einer holperigen Fahrt über unbefestigte Straßen aus dem Auto steigen, ist es plötzlich still um uns. Da die Ernte bereits vorbei ist, liegt die Washing Station sauber und leer vor uns. Um uns herum sind nur Berge mit Plantagen zu sehen. Kaffee, aber auch Bananen, Eukalyptus, Süsskartoffeln und Bohnen wachsen hier. Die Luft ist so sauber und klar und die Stille könnte in keinem größeren Gegensatz zu dem bunten Treiben in Kigali stehen, so dass ich am liebsten ein paar Tage in Tumba bleiben und unter freiem Himmel campen würde. Dennoch fahren wir zurück in die Hauptstadt und besuchen noch die Aufbereitungsanlagen der Rwanda Trading Company, cuppen einige ihrer Kaffees und dann geht es auch schon wieder los zum Flughafen.

Abends verlasse ich das Land voll mit Eindrücken: von den Begegnungen in Kigali und beim Cup of Excellence, von der tollen Zeit mit dem CoE-Team (auf dem Bild seht ihr mich übrigens mit Head Judge Paul Songer [links] und Darrin Daniel [rechts]), und von meinem Farmvisit in Huye. Ich weiß schon jetzt, dass ich wiederkommen muss!

 

geschrieben von Doro

Die Milch vom Milchhof Reitbrook

Im Juni machten Rike und ich uns bei schönstem Sonnenschein auf den Weg ins Grüne. Raus aus der Schanze und rein in die Natur, genauer gesagt in die Vier- und Marschlanden im Südosten Hamburgs. Unser Ziel: der Milchhof Reitbrook, von dem wir unsere frische Landmilch beziehen.

Statt mit dem Auto fuhren wir mit der S-Bahn und die letzten Kilometer dann mit dem Rad. Eine super Idee! Denn sobald wir auf dem Sattel saßen, kam ein richtiges Urlaubsgefühl in uns hoch und wir machten immer wieder Pause, um den tollen Ausblick zu genießen, bevor wir schließlich unser Ziel erreichten.

Eine idyllischere Lage kann man sich für einen landwirtschaftlichen Betrieb fast nicht wünschen. Umgeben von Wasser, grünen Wiesen, soweit das Auge reicht, und Natur Pur profitieren auch die Milchkühe von der schönen Landschaft. In der warmen Jahreszeit, genauer gesagt von Anfang Mai bis Oktober, verbringen sie nämlich einen Großteil des Tages auf der Weide, welche direkt an den großen, weitläufigen Freilaufstall angrenzt. Und das schmeckt man!

Das muss auch Thomas geahnt haben, als er als Jugendlicher durch seinen Schülerjob beim Naturschutzbund oft in der Reit unterwegs war und eines Tages den Milchhof entdeckte. Seitdem radelte er regelmäßig zum Hof von Gerd und Ingrid, um ihre leckere Landmilch zu holen. Die Liebe zum Milchhof blieb und als Annika und Thomas 2004 das erste elbgold eröffneten, war klar, mit welcher Milch sie arbeiten wollten.

Wir sind sehr glücklich, dass diese Kooperation entstanden und mit den Jahren gewachsen ist. Das kommt nicht nur dem Milchhof zugute. Auch unsere Baristi lieben die Reitbrook Milch mit ihrer leichten Süße und dem frischen, cremigen Geschmack – und ihr ganz offensichtlich auch! Man munkelt, dass inzwischen zehn Kühe fürs elbgold arbeiten ;-). Tendenz steigend!

Wir wurden wahnsinnig herzlich empfangen und erhielten prompt eine kleine Hofführung von Jan-Hendrik, der den Betrieb 2016 von seinen Eltern Gerd und Ingrid übernommen hat.

So bekamen wir unter anderem die Molkerei, den Verkaufsladen sowie die verschiedenen Ställe zu sehen, in denen die rund 330 Tiere untergebracht sind. Und während „die Großen“ ihren Freigang auf der Wiese genossen, schauten wir bei den Kälbern und den trächtigen Kühen vorbei, die ihre eigenen Ställe haben. Außerdem nutzten wir die Gelegenheit und stellten Jan-Hendrik ein paar Fragen.

Im elbgold verwenden wir ja eure Landmilch. Einigen Menschen ist vielleicht gar nicht bewusst, was Landmilch eigentlich genau bedeutet. Worin besteht denn der Unterschied zu herkömmlicher Milch aus dem Supermarkt?

Jan-Hendrik: Unsere Landmilch wird noch traditionell auf nur 73,5°C erhitzt. Ansonsten wird sie nicht weiter bearbeitet, also weder homogenisiert, noch im Fettgehalt verändert. Und das schmeckt man auch! Wir sind außerdem sehr froh, dass wir unsere Milch direkt vertreiben können und damit unabhängig von den Milchpreisen der Industrie sind. Nur so können wir die hohe Qualität unserer Milch gewährleisten.

Man hört ja wirklich nur Gutes über eure Milch. Wurde eure Arbeit in der Vergangenheit eigentlich mal ausgezeichnet, zum Beispiel anhand eines bestimmten Zertifikates?

Jan-Hendrik: Unsere Vorzugsmilch ist in den letzten Jahren immer wieder mit der DLG Goldmedaille ausgezeichnet worden. Und als Grundlage für alle anderen Produkte kann man die Auszeichnung auch darauf beziehen.

Wie bist du eigentlich zu deinem Beruf gekommen? War dir schon immer klar, dass du den Hof eines Tages weiterführen wirst?

Jan-Hendrik: Natürlich bin ich auf dem Hof groß geworden und es hat mich immer schon interessiert. Und natürlich hat man auf die Frage „Was willst du mal werden?“ Bauer geantwortet. Aber es hat mich dann später auch nicht wirklich losgelassen und so haben sich Ausbildung und Studium wie selbstverständlich angeschlossen. Wobei ich dann nach dem Studium für sechseinhalb Jahre im öffentlichen Dienst in Baden-Württemberg gearbeitet habe. Doch die Grundbegeisterung ist immer geblieben und so steh ich dann nun doch hier.

Geführt wird der Hof heute übrigens von Jan-Hendrik Langeloh und Rainer Kohrs. Die beiden hatten früher benachbarte Betriebe, die sie Ende der 90er Jahre zur Milchhof Reitbrook GbR zusammenschlossen. Unterstützt werden sie dabei von 35 Mitarbeitern – nicht nur in der Landwirtschaft, der Molkerei und im Büro, sondern auch von inzwischen 14 Fahrern, die die Milch in der Umgebung ausliefern und natürlich auch zu uns ins elbgold! Seit nun 400 Jahren sind ihre Höfe in Familienbesitz und das soll sich so schnell auch nicht ändern!

So langsam mussten wir uns vom idyllischen Milchhof im Grünen verabschieden … mit seinen neugierigen Kühen (die Rike’s Kamera äußerst interessant fanden und wie die Weltmeister posierten), den entzückenden Kälbern und all den anderen Tieren (sogar Hühner und Kaninchen gab es! Womit man uns Stadtkinder so begeistern kann!). Noch ein letztes Mal den Hofhund streicheln und dann ging es wieder ab aufs Fahrrad, entlang der wunderschönen Landschaft, einem kurzen Stopp an der Dove-Elbe, zurück in Richtung Schanze.

Vielen Dank an Jan-Hendrik und das ganze Team für den herzlichen Empfang und den schönen Tag auf dem Milchhof Reitbrook! Wir freuen uns aufs nächste Mal!

 

Text: Jan (Praktikant)
Fotos: Rike (Social Media Managerin)

Die elbgold Rösterei

Für uns ist Rösten ein Handwerk. Eines, das viel Wissen und Fingerspitzengefühl erfordert. In unserer Rösterei im Hamburger Schanzenviertel verbinden wir dieses traditionelle Handwerk mit unserer modernen Art des Röstens: mit individuellen Röstprofilen, die den Charakter eines jeden Kaffees unterstreichen.

Die Basis für die Entwicklung des richtigen Röstprofils ist der Rohkaffee. Deshalb gucken wir uns den Kaffee vor der ersten Röstung ganz genau an. Auf welchem Boden und in welcher Höhe ist er gewachsen? Um welche Arabica-Varietät handelt es sich? Wurde er als Natural, Honey oder Washed aufbereitet? Wie hoch ist seine Dichte? Und mit welcher Restfeuchtigkeit ist er zu uns nach Hamburg verschifft worden? Denn das alles entscheidet darüber, was Kaffee ist und was er sein kann. Das alles entscheidet über die richtige Art der Röstung.

Durch den direkten Handel und unsere Kaffeereisen können wir all diese Fragen beantworten. Wir wissen auch, welche Pflanzen neben dem Kaffee wachsen, wie die Luft ist und wonach sie duftet. Denn oft schmecken die Bohnen nach den Früchten, Blumen oder Gewürzen, die mit auf der Farm wachsen.

Auf unserem Probat G45 aus den Dreißigerjahren arbeiten wir so lange an einem Röstprofil, bis wir die Schokoladenseite des Kaffees gefunden haben. Oder die Zitronenseite. Denn jeder Kaffee hat seinen ganz eigenen Geschmack.

Ein gewaschener Filterkaffee, der eher fruchtige oder florale Aromen wie Limone oder Jasmin besitzt, bekommt bei uns eine hellere Röstung zwischen 9 und 11 Minuten. So bleiben all die komplexen Aromen erhalten. Anders als ein Natural Espresso, der von seinen dunklen, süßen Aromen wie Schokolade, Toffee oder Kakao lebt. Hier rösten wir zwischen 10 und 14 Minuten und lassen ihn schön lange karamellisieren.


Wir glauben, dass Kaffeerösten ein Handwerk ist und nichts mit Zauberei zu tun hat. Deshalb reden wir ehrlich und handfest über unsere Art des Röstens. Mit dieser Philosophie prägen wir eine neue Generation von Röstereien, die sich weltweit austauschen und nur eines im Sinn haben: Kaffee.

Wissenswertes:
Rösttage: Montag bis Freitag
Röstmenge: 132 Tonnen Rohkaffee in 2018
Röster: G45 von Probat
Modernisierung in 2016: u.a. Gebläsebrenner, Cropster, Steuerung
Röstgrad: von Light bis Full City
Qualitätskontrolle: Color Tracking, Cupping

 

geschrieben von Basti
Head Roaster

Verliebt in die Finca El Puente | Honduras

Ich bin verliebt. In Honduras. In Marysabel Caballero und Moises Herrera. Und in ihre Farm „El Puente“ in Marcala. Schon in dem Moment, als ich den beiden am Flughafen von Tegucigalpa gegenüberstehe, ist mir klar, dass diese Begegnung etwas ganz Besonderes ist. Ich bin das erste Mal in Honduras – Thomas und Basti waren schon ein Jahr zuvor hier. Beim Cup of Excellence 2016 durften sie als internationale Juroren die besten Kaffees des Landes verkosten und bewerten. Gleich am Tag nach der Siegerehrung hatten sie Marysabel – die Gewinnerin des Wettbewerbes – und ihren Ehemann Moises auf ihrer Farm besucht.

Mit ihrem „Geisha“ hatte das Ehepaar nicht nur den Wettbewerb für sich entschieden, sondern im Anschluss bei der Auktion atemberaubende 265 Dollar pro Kilo Rohkaffee erzielen können. Das Gewinnerlot ging wie erwartet nach Japan. Aber uns lud Marysabel ein, sie während der nächsten Ernte zu besuchen … für uns der absolute Hauptgewinn und der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft.

Es ist für die beiden selbstverständlich, dass wir bei ihnen wohnen. Bei Sonnenaufgang stehen wir auf und fahren zusammen auf ihre Farm „El Puente“. Umsäumt von hohen, schattenspendenden Pinien wird hier hauptsächlich die Varietät Red Catuai angebaut. Die Luft ist frisch und es duftet nach Jasmin und Orangenblüten. Mitten durch die bergige Landschaft schlängelt sich ein kleiner Fluss mit der Brücke, die der Farm ihren Namen gab. Moises erklärt mir, dass die Pflanzen mehr als einen Meter weit auseinanderstehen, damit es ihnen gut geht, und ihre Wurzeln genug Platz haben. Und als vorsorglicher Schutz, so dass sich Roja und andere Krankheiten nicht auf die anderen Pflanzen übertragen können. Er sammelt jede heruntergefallene Kirsche auf, entfernt abgebrochene Zweige und streichelt über die gesunden Blätter seiner Pflanzen, die vorher in der Nursery liebevoll aufgezogen wurden.

Wir fahren weiter zur Wet Mill. Auf dem Weg dorthin treffen wir eine Schulklasse mit ihrem Lehrer. Moises lehnt sich aus dem Fenster und scherzt mit einem der Kids über Fußball, denn der Junge ist Fan des Teams, das gerade verloren hat. Marysabel kann mir nicht nur die Namen aller Kinder und deren Eltern nennen, sondern auch berichten, wann und wie lange die Kinder zur Schule gehen. Sie erzählt, dass sie zwei Schulen in Marcala unterstützen und außerdem die nahe gelegene Gesundheitsklinik mit Elektrizität versorgen. Wir sprechen auch darüber, was ihre Mitarbeiter bei ihnen verdienen und dass sie alle aus der Region stammen. Marysabel ist in Marcala aufgewachsen und schon ihr Vater, Großvater und Urgroßvater waren Kaffeefarmer. Sie kennt hier jeden Baum und jeden Stein und man spürt ihre Liebe zur Natur. Vor kurzem haben Moises und sie ein paar Hektar Land dazukaufen können und sie erklärt mir, warum es so wichtig ist, behutsam mit der Natur umzugehen und diese zu erhalten, statt die Wälder zu roden.


Auch bei der Aufbereitung legen sie großen Wert auf Umweltschutz. Moises hat gerade einen modernen Coffee Pulper aufgestellt, um möglichst viel Wasser zu sparen. Das Wasser wird mehrmals verwendet und nach der Nutzung gereinigt.

Wir klettern über die Fermentationsbecken und über die riesigen Dryer, in denen die auf Patios vorgetrockneten Bohnen langsam und bei sehr niedrigen Temperaturen getrocknet werden, prüfen die Bohnen auf den African Beds und verbringen Stunden in Moises Varietäten-Garten, der von Marysabel liebevoll „Moises Garden Eden“ genannt wird. Hier baut Moises in selbstgebauten Gewächshäusern alte, fast vergessene Kaffeevarietäten an, experimentiert und erforscht die Wirkung und den Einfluss von Temperatur, Wasser, Wind, Mineralien und Böden auf seine Pflänzlinge. Durch Zufall entdecken wir zusammen orangefarbene Kaffeekirschen, die aussehen wie Pacas-Kirschen, deren dazugehörigen Blätter aber so groß sind wie bei einer Maragogype-Pflanze. Wir separieren die Früchte sofort. Später werden sie getrocknet und dann im Cupping Lab geröstet und verkostet. Der neuen Kaffee-Entdeckung gibt Moises den Namen „Annika72“.


Weiter geht es zum nächsten Hang, der voller reifer Kaffeekirschen ist. Ich bin inzwischen ganz high von all den Eindrücken und überkoffeiniiert von den vielen Kaffeekirschen namens Geisha, Red Catuai, Bourbon, Caturra, Yellow Catuai und Mocca, die ich den Tag über probiert habe. Jede Varietät schmeckt übrigens anders – so süß und köstlich – und am Ende des Tages sind meine Hosentaschen voll mit Kaffeebohnen. Auf keinen Fall dürfen diese nämlich wieder achtlos ausgespuckt werden, um zu vermeiden, dass Schädlinge angelockt werden. Ich lerne an diesem Tag so viel Neues über Kaffee, denn Moises ist ein wandelndes Kaffee-Lexikon. Er setzt auf die neueste Technik, experimentiert mit unterschiedlichen Anbaumethoden und Aufbereitungsarten und verbessert kontinuierlich die Qualität der Kaffeebohnen.

Ursprünglich kommt Moises aus Guatemala, wo er als Buchhalter bei einem Exporteur arbeitete, nach Feierabend seine Zeit im Cupping Lab verbrachte und dort seine Liebe zum Kaffee entdeckte. Anfang der 90er wurde er als Produktionsleiter von seiner Firma nach Honduras geschickt, verliebte sich in Marysabel und blieb. Seit 1996 sind die beiden verheiratet. Sie haben zwei Söhne bekommen und gleichberechtigt ihre Farm aufgebaut. Mit dem Gewinn des Cup of Excellence 2016 treten sie in die Fußstapfen von Marysabels Vaters Fabio Caballero, der bereits mehrmals den Cup of Excellence gewonnen hat und einer der großen Namen der Kaffeewelt ist. Die Eltern wohnen auf demselben Grundstück wie sie und wir verbringen nach dem Farmbesuch alle zusammen einen fröhlichen BBQ-Abend in ihrem Garten. Auch sonst endet übrigens jeder weitere Abend mit viel Wein, Bier, lustigen Geschichten und köstlichem Essen.

Essen ist neben Kaffee überhaupt ein ganz großes Thema in Honduras. Wenn wir nicht cuppen, rösten oder Kaffeekirschen probieren, essen wir. Wir müssen schließlich in kurzer Zeit alles probieren, was Honduras kulinarisch zu bieten hat. „Miracle Fruit Berries“ zum Beispiel: Nach dem Verzehr der Wunderbeeren schmeckt alles, was eigentlich sauer oder bitter ist, plötzlich ausgesprochen süß und erst Stunden später ist alles wieder „normal“. Wir kochen zusammen und lernen, wie Tortillas so schön rund werden.

Und für die beste Schokolade des Landes fahren wir mal eben in fünfeinhalb Stunden 230 Kilometer von Marcala nach Copan an die guatemaltekische Grenze ins „El Lugar del Té & Chocolate“ und genießen danach in der „Hacienda San Lucas“ neben traditioneller Maya Cusine den tollen Blick über das Tal. Am nächsten Morgen schauen wir nach dem Frühstück und anschließendem Stadtrundgang die beeindruckenden Ruinas an, bevor Marysabel mit einem Affenzahn auf schlaglochreichen Serpentinen-Straßen zurück nach Marcala braust und uns nebenbei noch alles über die politische und wirtschaftliche Situation, das Gesundheitssystem, die Drogenproblematik, Kidnapping und weitere Schwierigkeiten des Landes erzählt.

Unser letzter Abend in Honduras endet wieder ausgesprochen gesellig. Doch zuvor hatten wir uns nach einem weiteren Cupping für sieben Lots ihrer Bohnen entscheiden, mit denen wir einen Container für die Heimat füllen konnten.

Wieder Zuhause in Hamburg haben wir uns bald für diese besondere Gastfreundschaft revanchieren können: Im Sommer war Marysabels und Moises Sohn Ezri bei uns zu Gast – inklusive Hafenrundfahrt, Sightseeingtour, St-Pauli-Fußball-Spiel sowie Labskaus und Bauernfrühstück morgens um zwei im Erikas Eck.

Im Oktober kamen uns dann auch Marysabel und Moises selbst besuchen und wir haben mit ihnen Hamburg und seine kulinarischen Highlights erkundet. In unserer Rösterei in der Schanze verkosteten wir schließlich gemeinsam ihren „El Puente“. Er schmeckt übrigens wundervoll: nach Orange, Pfirsich und Jasminhonig und ganz viel Liebe.

 

geschrieben von Annika
CEO & Founder

Geschichten aus der elbgold Patisserie

Das elbgold in der Hamburger Schanze, morgens um 4 Uhr. Man mag es kaum glauben, aber für unser Patisserie-Team beginnt gerade der Arbeitstag. Der Ofen wird aufgeheizt und bald darauf wandern Kirsch- und Apple Pie hinein. Der Marmorkuchen erhält seinen finalen Anstrich mit Schokoglasur und der Carrot Cake sein Frischkäse-Frosting. Schnell noch die Kuchenauslage befüllen und die anderen Filialen beliefern, bevor um 8 Uhr morgens die Cafés ihre Türen öffnen. Und warum das alles? Weil wir nicht nur bei unseren Kaffees größten Wert auf Qualität legen, sondern auch beim Thema Food!

Unsere Chef-Patissière Sabrina und ihr Team backen täglich frische Kuchen, Cookies und Cruffins und kreieren auch immer wieder neue saisonale Highlights. Ob cremiger New York Cheesecake oder vegane Tarte, Brownie mit Valhrona Schokolade oder im Herbst auch mal ein Zwetschgen-Streuselkuchen – wir haben für jeden Geschmack etwas dabei!

Doch noch einiges mehr stammt aus unserer elbgold Küche: zum Beispiel unser knuspriges Granola mit Mandeln und Cranberries oder das Rucola-Basilikum-Pesto für unser Tomate-Mozzarella-Sandwich. Hinzu kommen Konfitüren, Frischkäse-Variationen, Bircher Müsli und ein veganer Aufstrich. Und sogar unseren Karamell- und Vanillesirup kochen wir selbst!

Wir schnippeln, kneten, rühren und backen mit viel Liebe … und natürlich mit den besten Zutaten, wenn möglich in Bio-Qualität. Und bei allem, was wir nicht selbst machen können, vertrauen wir auf kleine Traditionsbetriebe wie die Käseveredler von „jamei Laibspeis’“ aus dem Allgäu oder die „Basedahl Schinkenmanufaktur“ aus der Heide.

 

geschrieben von Rike
Social Media Managerin