Behind the scenes Stories

Cupping, die Kaffeeverkostung

Ein Cupping ist die ursprünglichste Art der Kaffeeverkostung, ähnlich einer Weinprobe, bei der gleichzeitig nebeneinander mehrere Kaffees probiert werden können. Cuppings sind Praxis überall auf der Welt, sowohl in den Anbauländern als auch hier bei uns und damit die international am besten vergleichbare Methode. Ein Cupping ist außerdem die neutralste Art, einen Kaffee zu probieren, denn es wird lediglich das gemahlene Kaffeemehl mit heißem Wasser aufgegossen, ohne Sieb oder Filterpapier zu benutzen und somit den Geschmack zu beeinflussen.

Wie läuft ein Cupping ab?
Zunächst werden von jedem Kaffee mehrere Tassen vorbereitet, d.h. in jede Tasse wird die gleiche Menge Kaffee eingewogen. Mehrere Tassen deshalb, weil man erstens selten alleine cuppt, sondern in der Regel mit mehreren Personen, und sich so nicht alle um eine Tasse drängen müssen. Und zweitens kann es passieren, dass bei einer Tasse mal ein Fehler beim Einwiegen passiert oder sich darin eine schadhafte, defekte Bohne befindet. Um also vergleichen zu können, ob ein Kaffee an sich einen merkwürdigen Geschmack hat oder lediglich eine Tasse anders schmeckt als die anderen, bereitet man von jedem Kaffee mehrere Tassen zu.

Der erste Schritt des Cuppings ist es dann, die Kaffees zu mahlen und an dem Mahlgut zu riechen, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Anschließend werden die Kaffees mit heißem Wasser aufgegossen, woraufhin sich das aufsteigende Kaffeemehl an der Oberfläche zur sogenannten Kruste bildet. An dieser Kruste wird dann nochmals gerochen.

Nach vier Minuten wird sie dann gebrochen, indem der Cupper mit einem Löffel hindurchfährt und dabei mit der Nase über die Tasse geht, um die aufsteigenden Aromen aufnehmen zu können. Jede Tasse wird einmal gebrochen und anschließend gesäubert. Das bedeutet, dass das Kaffeemehl an der Oberfläche abgeschöpft wird.

Nach ungefähr zwölf Minuten ist die Wassertemperatur dann so weit gesunken, dass losgeschlürft werden kann, ohne dass man sich die Zunge verbrennt. Kaffee wird geschlürft, da sich dabei die Oberfläche verbreitert und man mehr Aromen aufnehmen kann.

So schlürft man sich dann durch alle Kaffees nach und nach. Erst im heißen, dann im lauwarmen und schließlich im abgekühlten Stadium, da man je nach Temperatur unterschiedliche Aromen eines Kaffees schmeckt.

Und warum cuppen wir im elbgold jede Woche unsere eigenen Filterkaffees?
Unser wöchentliches Cupping schließt am Freitag die Arbeitswoche der Rösterei ab und dient daher zur Überprüfung der Qualität unserer Kaffees. Zum anderen schulen wir durch regelmäßiges Cuppen unser eigenes Team und dessen Sensorik, denn tatsächlich schmeckt man bei jedem Cupping mehr und mehr. Von Zeit zu Zeit bieten wir auch offene Cuppings an, um unseren Gästen zu zeigen, wie unterschiedlich Kaffee sein kann, wie viele Facetten er hat, und hoffen, damit unsere Begeisterung weitergeben zu können.

Die nächsten Cupping-Termine:

Unsere offenen Cuppings finden in unserem „Coffee Lab“ elbgold Innenstadt in der Schauenburgerstraße 50 statt. Für weitere Infos schaut auch gerne bei Facebook und Instagram vorbei.

Mittwoch, 12.12.2018: 14:30Uhr
Mittwoch, 19.12.2018: to be announced

 

geschrieben von Doro
Filialleitung am Mühlenkamp & zuständig für unsere Cuppings